Nationale und Internationale Regeln der Immobilienbewertung

Bei der Bewertung von Immobilien sind je nach Anlass und Zweck unterschiedliche Regelwerke zu berücksichtigen. Eine kurze Erläuterung und interessante Links können Sie dem nachfolgenden Text entnehmen.

Für die Bewertung von Immobilien wichtige Regelwerke

 

Nationale Regeln

Hinsichtlich der nationalen Regeln zur Immobilienwertermittlung ist zwischen dem normativen Teil, also in Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien und Normen festgelegten Regeln und dem nicht normativen Teil, also den informellen Regelungen, die sich in den Veröffentlichungen von diversen Verbänden und Institutionen nachlesen lassen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang u.a. folgende wesentliche Akteure:

Hinsichtlich des normativen Teils sind unter anderem die folgenden Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Normen von wesentlicher Bedeutung.

 

BauGB Das Recht der Wertermittlung ist als Bundesrecht in den §§ 192 ff. des Baugesetzbuches (BauGB) Das Baugesetzbuch definiert. Im ersten Teil des dritten Kapitels („Wertermittlung“) enthält die norm Regelungen über die Einrichtung der Gutachterausschüsse und deren Aufgaben, die Definition des Verkehrswertes/ Marktwertes (materiell) und dir Ermächtigungsgrundlage für Erlass weiterer Verordnungen durch den Bund. Ergänzt werden die Regelungen zu den Gutachtenausschüssen in den entsprechenden Verordnungen der Länder. Allerdings reichen die Vorschriften des BauGB allein nicht aus, um in der Praxis Wertermittlungen durchführen zu können, daher werden sie ergänzt durch weitere Regelungen.

  • ImmoWertV: Die Immobilienwertermittlungsverordnung ist eine bundesrechtliche Verfahrensrichtlinie. Sie soll sicherstellen, dass identische Grundsätze bei der Wertermittlung sowie der Ableitung erforderlicher Daten der Wertermittlung angewendet werden und enthält Hinweise und Bewertungsgrundsätze. Sie ist verbindlich durch die Gutachterausschüsse anzuwenden.

  • WertR 2006 Die Wertermittlungsrichtlinien 2006 enthalten Vorschriften zur Ermittlung

    des Verkehrswertes nach § 194 BauGB durch geregelte Wertermittlungsverfahren. Die Vorschrift ist als bundesministerielle Verwaltungsordnung verbindlich für Bundesverwaltung und Gutachterausschüsse anzuwenden.

  • Weiter konkretisiert werden die Regelungen und Verfahren über die Sachwertrichtlinie, die Vergleichswertrichtlinie und die Ertragswertrichtlinie.

  • Die BelWertV regelt die Grundsätze zur Ermittlung des Beleihungswertes. Dieser spielt im Kontext der Hypothekendarlehen eine wesentliche Rolle. Der Beleihungswert ist der Wert der Immobilie, der erfahrungsgemäß unabhängig von vorübergehenden, etwa konjunkturbedingten Wertschwankungen am maßgeblichen Grundstücksmarkt und unter Ausschaltung von spekulativen Elementen während der gesamten Dauer der Beleihung bei einer Veräußerung voraussichtlich erzielt werden kann.

 

Internationale Regelwerke

International sind eine Reihe nicht normativer Regelwerke und Veröffentlichungen von Bedeutung. Zu nennen sind insbesondere die folgenden Reglerwerke und Institutionen.